Um die hohe Kapitalbindung in der.Fertigung zu senken, sind viele Un- ternehmen bestrebt, die Durchlaufzeiten der Werkstattaufträge zu ver- kUrzen. Ansatzpunkte fUr Rationalisierungsmaßnahmen, die diese Zielrich- tung verfolgen, lassen sich jedoch nur dann eindeutig feststellen, wenn die Durchlaufzeitstruktur hinreichend genau bekannt ist. Daher wurde in der vorliegenden Arbeit ein EDV-gestutztes Verfahren zur Analyse von Fer- tigungsdurchlaufzeiten entwickelt. Das Instrumentarium zur Erfassung der Durchlaufzeiten basiert auf einer Kombination des Multimoment-Häufigkeits- und Multimoment-Zeitmeßverfah- rens sowie auf der Auswertung von Arbeits- und Terminplänen. Mit Hilfe des entwickelten EDV-Programmsystems lassen sich in vom Anwender zu be- stimmender Genauigkeit Aussagen Uber die Durchlaufzeitkomponenten pro Ar- beitsplatz, die gesamten Durchlaufzeiten der Werkstattaufträge, die War- teschlangen an den Arbeitsplätzen, die Auslastungen der Betriebsmittel sowie Uber die Exaktheit der Durchlaufzeitplanung machen. Solche Analysen können sowohl fUr die gesamte Fertigu als auch fUr Teilbereiche durch- gefuhrt werden. Die Erfassungsmethodik und die EDV-Programme wurden bei Betriebsunter- suchungen und anschließenden Auswertungen getestet und im Hinblick auf ihre Praktikabilität und Aussagefähigkeit modifiziert. - 90 - 7. Literaturverzeichnis 1) Dienstdorf, B.: Produktionsstörungen. Schriftenreihe "Ar- beitswissenschaft und Praxis", Band 12. Berlin, Köln, Frankfurt 1970. Beitrag zur Fertigungsplanung und -steuerung 2) Eversheim, W.: in der Kleinserien- und Einzelfertigung un- ter besonderer BerUcksichtigung der Teile- familienfertigung. Diss. TH Aachen 1965. 3) Haller-Wedel, E.: Das Multimoment-Verfahren in Theorie und Praxis. MUnchen 1969. 4) Heinemeyer, W.: Die Analyse der Fertigungsdurchlaufzeit im Industriebetrieb. Diss. TU Hannover 1974. 5) Heinz, K.: Das Multimoment-Meßverfahren - ein neues Zeitstudienverfahren auf der Grundlage des Multimoment-Prinzips. Promotionsvortrag TH Aachen 1967 (unveröffentlicht).