Inhaltlich unveränderte Neuauflage. "Du bist, was du isst." Diese Arbeit befasst sich mit Pierre Bourdieus So-zio-lo-gie der sozialen Praxis, deren Kernstück seine Habitustheorie ausmacht. Das von ihm entwickelte Konzept des Habitus richtet sich auf eine zentrale so-zio-lo-gische Problematik, nämlich wie man den Menschen als vergesellschaftetes Sub-jekt denken kann. Bourdieu stellt also die Behauptung auf, dass der Mensch nicht frei entscheidet, welchen Stil er lebt, sondern der ihm ver-inner-lich-te Habitus prägt und bestimmt sein Verhalten, seinen Geschmack; kurzum sei-ne gesamte soziale Praxis, wie Essverhalten und Modestile, Woh-nungs-ein-rich-tung und Art und Umfang kultureller Teilnahme. Er behauptet, dass der Habi-tus eines Menschen an seinen Präferenzen für bestimmte Speisen erkenn-bar wird. Es liegt demnach nicht in den freien Entscheidungskompetenzen ein-zelner Individuen, was sie gerne essen oder mögen, sondern die Ent-schei-dungen unterliegen einem bestimmten, durch den Habitus strukturierten Sche-ma.