Am 24. Mai 1993 feierte Eritrea. Nach drei Jahrzehnten blutigen Befreiungskampfes war die Unabhängigkeit endlich errungen. Die Welt blickte hoffnungsvoll auf die junge Nation am Roten Meer, die Demokratie, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit versprach.
Eine Verfassung wurde entworfen, eine der fortschrittlichsten Afrikas. Die Zukunft schien grenzenlos.Doch der Traum zerbrach von innen heraus.Dieses eindringliche und schonungslos ehrliche Buch zeichnet Eritreas Weg nach - von der Euphorie der Befreiung über den schleichenden Abstieg in die Diktatur bis zum heutigen Kampf eines Volkes, das sich weigert, seine Stimme zu verlieren."Der Weg zur Gerechtigkeit" ist mehr als ein Geschichtsbuch.
Es ist eine Reise: Durch die Geschichte: Von den alten Königreichen von Aksum über den italienischen Kolonialismus bis zum dreißigjährigen Unabhängigkeitskrieg.Durch den Zusammenbruch: Wie die ehemalige Befreiungsbewegung (EPLF) zur autoritären Regierungspartei (PFDJ) wurde, die die Verfassung außer Kraft setzte und die freie Presse zum Schweigen brachte.
Durch Leid: Die Schrecken des unbefristeten Wehrdienstes, die geheimen Gefängnisse, die Folter und die Verzweiflung einer Generation, die nur die Flucht als Ausweg sieht.Durch Widerstand: Die mutigen Journalisten in Gefangenschaft, die Aktivisten im Exil, die Frauen, die ihre Söhne verstecken, und die Diaspora, die zur globalen Stimme der Heimat wird."Der Weg zur Gerechtigkeit" ist ein unverzichtbares Werk für alle, die verstehen wollen, wie eine der vielversprechendsten jungen Nationen Afrikas zu einem der isoliertesten und repressivsten Staaten der Welt wurde - und warum die Hoffnung auf Demokratie dort nie erloschen ist.
Für Leser von Menschenrechtsliteratur, afrikanischer Zeitgeschichte und unvergesslichen Geschichten über die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes.