Studienarbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Theodor Fontanes Frauenromane, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit versucht folgende Fragestellung zu beantworten: Auf welche Weise stellt Theodor Fontane die hierarchisierte Gesellschaftsordnung des 19. Jahrhunderts in seinem Roman "Stine" dar? Und inwiefern spiegelt der Roman den Gesellschaftskonflikt zwischen den gesellschaftlichen Strömungen wider? Als These lässt sich formulieren, dass Teile des liberalen Bürgertums tatsächlich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine klassenlose Gesellschaft errichten wollten. In dieser sollte jeder Mensch, trotz seiner unterschiedlichen Herkunft die gleichen Rechte haben. Theodor Fontanes Romane in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellen die zeitgenössischen Geschlechterkämpfe zwischen Männer und Frauen sowie gesellschaftlichen Konflikte innerhalb von Adelsfamilien dar. Fontane spiegelt dabei insbesondere tatsächliche gesellschaftliche Stimmungen und Positionen in seinem Roman dar und stellt diese dabei gegenüber. In seinem Roman "Stine" versucht er vor allem die Machtverteilung der unterschiedlichen Stände hervorzuheben und die gesellschaftliche Diskussion um eine klassenlose Gesellschaft in den Roman zu integrieren Im ersten Kapitel dieser Arbeit soll dargestellt werden, was überhaupt eine Ständegesellschaft ist und welches gesellschaftliche Konfliktpotenzial in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts innerhalb des Bürgertums zu finden ist. Dabei bezieht sich diese Arbeit auf historische und soziologische Analysen. Im zweiten Kapitel richtet sich der Blick auf Fontanes Roman "Stine". Dort soll gezeigt werden, wie Fontane die Gesellschaft des 19. Jahrhunderts am Beispiel der Figuren aus dem Groß- und Kleinbürgertum darstellt. Im dritten Kapitel soll die Entstehung des Gesellschafts- und Standeskonflikts im Roman in den Mittelpunkt gestellt werden, der die ze