Diese Studie untersucht die Rolle Pakistans als Frontstaat im Krieg gegen den Terror und die sicherheitspolitischen Herausforderungen, denen es sich nach dem 11. September 2001 gegenübersah. Sie analysiert den strategischen Ansatz Indiens gegenüber Afghanistan, insbesondere im Hinblick auf den geplanten Abzug der internationalen Streitkräfte, der darauf abzielt, den Einfluss Pakistans in afghanischen Angelegenheiten zu begrenzen. Historisch gesehen hat Indien versucht, Pakistan daran zu hindern, eine Vormachtstellung in Afghanistan zu erlangen und ein Wiederaufleben der Taliban zu verhindern. Umgekehrt sieht Pakistan Afghanistan als Gegengewicht zum indischen Einfluss, betrachtet freundschaftliche indisch-afghanische Beziehungen als strategische Bedrohung und sieht sich sowohl an der Ost- als auch an der Westgrenze eingekreist. Pakistans Sicherheitsdilemma unterstreicht das Streben nach strategischer Tiefe in Afghanistan, während Indien in ähnlicher Weise nach Einfluss strebt, um seine Sicherheitsbedenken zu mindern. Diese Studie zeigt Gemeinsamkeiten und potenzielle Kooperationsmöglichkeiten auf und befürwortet einen trilateralen Ansatz, der Indien, Pakistan und Afghanistan einbezieht, um regionale Sicherheitsdilemmata anzugehen und die Stabilität durch Dialog und gegenseitiges Engagement zu fördern.