Shepherd (2004) behauptet, dass EQ darauf spezialisiert ist, zu verstehen, wie Menschen unternehmerisch handeln. Einfach ausgedrückt kann emotionale Intelligenz jemandem das Gefühl vermitteln, die eigenen Emotionen zu verstehen und zu regulieren (Chamorro-Premuzic, 2007). Der Einfluss der intellektuellen Fähigkeiten auf unternehmerische Einstellungen wurde erstmals von Knight (1921) diskutiert. Es gibt mehrere empirische Studien zu diesem Thema, deren Ergebnisse zeigen, dass Personen mit einer höheren Intelligenz eher dazu neigen, sich selbstständig zu machen (De Wit & Van Winden, 1989; Wit, 1993) und möglicherweise auch über eine höhere unternehmerische Kompetenz verfügen (Van Praag & Cramer, 2001). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass emotionale Intelligenz einen positiven Einfluss auf die unternehmerische Orientierung hat. Diese Beziehung wird darüber hinaus durch unternehmerische Bildung und demografische Variablen teilweise signifikant moderiert. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Literatur diskutiert. Es werden Implikationen für Bildungseinrichtungen und politische Entscheidungsträger vorgeschlagen, um das unternehmerische Verhalten von Studierenden zu fördern und damit das Unternehmertum unter Studierenden zu stärken.