Dieses Buch enthält eine raumbezogene Analyse der Stadterweiterung von Varanasi im Zeitraum 1972-2020. Es zeigt, dass das Wachstum weitgehend ungeplant war und sich die Bodenbedeckung vor allem in stadtnahen Gebieten schnell und unkontrolliert verändert hat. Mithilfe von GIS, Fernerkundung und Indizes wie der jährlichen Stadterweiterungsrate, dem Stadterweiterungsintensitätsindex und dem Stadterweiterungsdifferenzierungsindex werden die Wachstumsmuster quantifiziert und kartiert. Das Buch stellt eine Verbindung zwischen historischen, kulturellen und kolonialen Einflüssen und der aktuellen Stadtform her und deckt eine Kluft zwischen Planungsrahmen und Realität auf, die zum Verlust von Ackerland und Grünflächen, zur Überbauung von Flussufern und zu steigenden sozioökonomischen und ökologischen Risiken führt. Durch die Bewertung von Auffüllungen, Randgebieten und Wachstum in Außenbezirken werden räumliche Ungleichheiten und Mängel in der Verwaltung aufgedeckt. Er positioniert Varanasi als Modell für südasiatische Städte und unterstreicht die Notwendigkeit einer auf Geodaten basierenden, partizipativen und das kulturelle Erbe berücksichtigenden Planung. Der Bericht schließt mit szenariobasierten Strategien und der Ausrichtung der Politik an globalen Nachhaltigkeitszielen, um widerstandsfähige und gerechte Städte zu schaffen.