Dieses historische Buch kann zahlreiche Tippfehler und fehlende Textpassagen aufweisen. Kaufer konnen in der Regel eine kostenlose eingescannte Kopie des originalen Buches vom Verleger herunterladen (ohne Tippfehler). Ohne Indizes. Nicht dargestellt. 1907 edition. Auszug: ...verbramt sein, aber man hatte auch Samt und echt seidene Einfassungen. Vom Gurtel klirrte die Messerscheide am Gewand herab, --zwar nicht vergoldet, aber doch immer 10 bis 15 Tlr. wert. 1) Die Frauen speisten an besonderen Tischen; ihre Bedienung ubernahmen die iuniores und ein vertrawlich Weib, so ihnen Bier auftraget, einschenket vndt andere Handreichung thut. 2) Sie sprachen den Speisen wacker zu und lobten trotz des mangelnden Kaffees den Kuchen, den des Hospes Gattin eigenhandig zubereitet und gebacken hatte. Allerlei Tages-und Familienneuigkeiten boten ihnen reichlichen Stoff zur Unterhaltung. Auch ein erbarer christlicher Tanz, zu dem Organist und Stadtpfeifer ihre lustigen Weisen aufspielten, war erlaubt.3) Da sich die Versammelten indes wohl meist schon in ziemlich gehobener Stimmung befanden, wenn sie sich an den Freuden des Tanzes vergnugten, so durfte es hierbei oft etwas frei und ungebunden zugegangen sein. Nur mit dieser Annahme werden uns die Worte der Grossenhainer Kantoreiordnung verstandlich, die auf das Verhalten der Kantores beim Tanze Bezug nehmen: Do ein ehrlicher Tantz mitt Weibern oder Jungfrauenn von den Cantoribus furgenommenn, sollen sich die Jungen gesellenn furnemlich, fein Erbarlich, vnd sitsamlich verhaltten vnd anzeigenn vnnd das vbermessige verdrehen vnnd ruhmruckenn mit erbarnn vnnd schwangern Frauen vermeiden, bei wilkurlicher straff der Herrn Cantorum, Es sol auch kein gesell oder man ohne Mantel rock oder hartzkappen in hosen vnd wammes tanzen, bei Peen zweier Groschen, so offt er ergrieffen, kompt er wieder duppel vnd so fort. 4) Nicht selten fanden sich die