Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,0, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Historisches Seminar), Veranstaltung: Marius und Sulla - Die Spätrepublik, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie wirkt sich das Menschenbild von Sallust auf die Darstellung der Antagonisten im Bellum Iugurthinum aus? Mit dem Tod des Numiderkönigs MICIPSA im Jahre 118 vor Christus werden eine Reihe von Ereignissen ins Rollen gebracht, die sich unter der Bezeichnung "Jugurthinischer Krieg" zusammenfassen lassen. Sallust wählte, ein gutes halbes Jahrhundert nach dem Geschehen, diesen Konflikt aus, um an ihm beispielhaft die inneren Probleme der Republik seinen Zeitgenossen und der Nachwelt anschaulich zu machen. Sein zweites großes Werk "Bellum Iugurthinum" ist eine der bekanntesten Schriften Sallusts, und wird von Historikern mit Thukydides' Beschreibung des peloponnesischen Kriegs verglichen.Sein zweites großes Werk "Bellum Iugurthinum" ist eine der bekanntesten Schriften Sallusts, und wird von Historikern mit Thukydides' Beschreibung des peloponnesischen Kriegs verglichen. Unabhängig vom Erzählstil Sallusts ist es jedoch eindeutig, dass seine Vorstellungen von Mensch, Körper und Geist den Verlauf der von ihm erzählten Geschichten bestimmen. Doch oftmals ist es so, dass in antiken Historiographien, ja sogar noch bis in die Spätantike, Feinde als eindimensional böse dargestellt werden. Wenn der Mensch in Sallusts Gedankenwelt jedoch inhärent von zwiegespaltener Natur ist, lässt sich dann diese Zweidimensionalität auch in der Darstellung der Handlungen und Motive der Gegenspieler Roms wiederfinden? Um diese Frage beantworten zu können, wird zunächst versucht, die Gedankenwelt Sallusts und seine Vorstellung des menschlichen Daseins zu entschlüsseln; da diese auch von seinen persönlichen Erfahrungen geformt sein werden, lohnt es sich im ersten Kapitel die Biographie Sallusts anzuschauen und herauszufinden, welche Stationen seines Lebens Sa