Mit Gedanken ein reales Wesen zu erschaffen, könnte man im Buddhismus mit Egregoren oder Tulpas vergleichen. Tulpa und Egregor sind Wesen, die aus den Gedankenformen einer Gruppe oder eines Individuums entstehen, die intensiv über etwas nachdenken. Aber auch hier gibt es Meinungsverschiedenheiten, denn Tulpa-Befürworter fordern Egregores heraus, weil sie einen schlechten, also negativen Ruf haben, was nicht unbedingt bedeutet, dass Tulpa gut sind. Wir laden Sie ein, sich den Bewohnern einer kleinen Straße anzuschließen, in die kürzlich ein Fremder mit seiner Familie gezogen ist. Gleichzeitig ist er unwiderstehlich attraktiv, doch sein Aussehen löst bei den Menschen auch eine gewisse Unsicherheit aus. Und je unsicherer die Menschen sind, desto mehr wollen sie wissen, wer er ist. Das größte Problem besteht darin, dass sie, um herauszufinden, wer er ist, sich selbst immer mehr öffnen und, was am wichtigsten ist, vollkommen ehrlich zu sich selbst sein müssen. Und wenn sich die ganze Straße zur Einweihungsparty des mysteriösen Mannes versammelt und bei allen Anwesenden Aufrichtigkeit, gemischt mit Schuldgefühlen, zum Vorschein kommt, wird es an Spannung und Überraschungen nicht mangeln.