Seien wir mal ehrlich, eine Krebsdiagnose ist einfach immer beschissen. Erst recht, wenn nebenbei eine noch nie dagewesene Pandemie wütet, die der Menschheit ohnehin schon einiges abverlangt. Beides in Kombination ist nun wirklich kein Vergnügen. Vor allem für einen jungen Menschen, der Mitten im Leben steht und dieses mit jeder Faser seines Körpers in vollen Zügen genießt. Man sieht sich plötzlich mit Dingen konfrontiert, die sich meilenweit entfernt und außerhalb des eigenen Vorstellungsvermögens befinden. Man muss sich mit Gedanken auseinandersetzen, die man am liebsten gar nicht denken würde. Man stellt sich auf einmal Fragen, deren Antworten man nicht in der Lage zu geben ist. Dazu muss man sich von anderen Menschen fern halten, zu seinem eigenen Besten, gerade zu Zeiten, wo man nichts mehr bräuchte als persönlichen Zuspruch, Aufmunterung, eine herzliche Umarmung oder einfach nur einen lieben Menschen an seiner Seite.
Dieses Tagebuch erzählt von den Erlebnissen und Erfahrungen einer Krebstherapie, von der Diagnose und der Therapie bis hin zur Operation und darüber hinaus. Schonungslos ehrlich, intim, persönlich und bisweilen versehen mit einer guten Prise Galgenhumor.